Das Bild zeigt eine Ärztin am Schreibtisch, die einem Patienten ein Röntgenbild erklärt.

Grundlagen & Methoden

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Rahmendaten zum INDEED-Projekt

  • Gefördert durch den Innovationsfonds durch Gemeinsamen Bundesausschuss
  • Projektlaufzeit: 1.5.2017 – 30.4.2020
  • Fördersumme: 2.151.258,63 €
  • Konsortialführung: Prof. Dr. med. Martin Möckel (C-Not)
  • Methodische Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Keil (C-Epi)
  • Projektkoordination: Dr. rer. nat. Antje Fischer Rosinský (C-Not)

 

Registrierung

Das INDEED-Projekt ist in der Versorgungsforschungsdatenbank Deutschland des Deutschen Netzwerkes für Versorgungsforschung registriert (VfD_INDEED_17_003844).

Methodisches Vorgehen im INDEED-Projekt

In dem vorliegenden Projekt werden die Behandlungsdaten von ambulant und stationär behandelten Notaufnahmepatienten eines Jahres (2016) aus bis zu 20 Notaufnahmen mit Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen 2 Jahre vor und 1 Jahr nach dem Notaufnahmeaufenthalt verknüpft werden.

Es ist geplant, dass die Verknüpfung anhand eines gemeinsam gebildeten Pseudonyms erfolgt. Deutschlandweite Vergleiche werden in den bundesweiten Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) sowie mit Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) durchgeführt. Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre.

Zielpopulation im INDEED-Projekt

© Charité / Grafik: Zielpopulation
© Charité / Grafik: Zielpopulation

Die Zielpopulation im INDEED-Projekt sind alle GKV-versicherten Patienten, welche im Kalenderjahr 2016 in einer beteiligten Notaufnahme behandelt wurden. Da nur Daten von volljährigen Patienten einbezogen werden und die Datenverknüpfung 2014-2017 berücksichtigt werden muss, sind nur Patienten involviert welche vor dem 01.01.1996 geboren wurden.

Die Analyse erfolgt mit Daten von bis zu 20 Notaufnahmen. Diese Notaufnahmen haben im Mittel ~34.000 Patientenkontakte pro Jahr. Daraus ergibt sich eine Stichprobengröße von insgesamt 510.000-680.000 Patienten. Mit der angestrebten Fallzahl sind präzise Schätzungen von Prävalenzen auch innerhalb kleiner Subgruppen möglich.

Datenverknüpfung und Datenschutz

Die Verknüpfung verschiedener Quellen von routinemäßig erhobenen Daten zur Beantwortung komplexer Fragestellungen findet in den letzten Jahren in der Versorgungsforschung vermehrt Anwendung. 

In INDEED soll die Verknüpfung anhand eines Pseudonyms in einer Vertrauensstelle (OFFIS) erfolgen. Hierfür sind die pseudonymisierten Patientendaten erforderlich, um sektorenübergreifende Behandlungsprozesse einzelfallbezogen abbilden zu können. Die Bildung dieses Pseudonyms wird bei INDEED anhand der Nummer der elektronischen Gesundheitskarte und von Name, Vorname und Geburtsdatum erfolgen. Dabei werden die Klardaten das Krankenhaus nicht verlassen und nach zweifacher Pseudonymisierung den auswertenden Forschungseinrichtungen nur faktisch anonymisiert zur Verfügung stehen. Es wurde ein sehr umfangreiches und detailliertes Datenschutzkonzept federführend von der TMF erstellt und in der AG-Datenschutz positiv beurteilt. Somit ist der höchstmögliche Datenschutz gewährleistet.

Schematischer Datenfluss in INDEED

Grafik: Schematischer Datenfluss in INDEED
Grafik: Schematischer Datenfluss in INDEED