Studienaufbau

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Eckdaten der APU-Studie.

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Projekttitel/Akronym

APUAbdominal Pain Unit: Standardisierte strukturierte Versorgung von Patient*innen mit atraumatischen Bauchschmerzen in der Notaufnahme

Projektlaufzeit

01.10.2020 bis 30.09.2024 (48 Monate)

Stichprobengröße / Anzahl teilnehmender Kliniken

2.000 Patienten / 10 teilnehmende Krankenhäuser

Versorgungsziel

Patient*innen mit Bauchschmerzen ohne Trauma sollen schneller, sicherer und zielführender versorgt werden. Dies gelingt, indem ein neuer Versorgungsprozess implementiert wird, der Symptom- und Prozess- und nicht Diagnose-bezogen strukturiert ist. Dies ist notwendig, da Patient*innen in der Notaufnahme sich primär mit einem Symptom und nicht mit einer bereits bestehenden Diagnose vorstellen. In dieser Weise wird die Indikationsqualität der durchgeführten Diagnostik verbessert und Patient*innen können schneller und effizienter behandelt werden.

Mittels elektronisch unterstützter Implementierung des neuen Prozesses werden primäre (Länge des Notaufnahmeaufenthaltes, Schmerzen bei Verlassen der Notaufnahme und Zufriedenheit mit der Versorgung) und sekundäre Endpunkte (u.a. Mortalität, erneute Vorstellung im Krankenhaus, Prozesszeiten, gesundheitsökonomische Analyse) evaluiert bzw. verbessert.

Studiendesign

Grafik: Stepped-Wedge-Design

Mixed-Methods-Ansatz (quantitative Patientenbefragung, Routinedaten der Krankenkasse, Experteninterviews, Beobachtungen). Mixed-Methods-Ansatz (quantitative Patientenbefragung, Routinedaten der Krankenkasse, Experteninterviews, Beobachtungen).

Kern der Evaluation: Randomisierte Stepped Wedge Studie, die teilnehmenden Krankenhäuser (n=10) werden fünf Gruppen zugeordnet, die konsekutiv (im 4-Monatsintervall) die Intervention umsetzen.

Intervention

App-basierte Intervention

Die Abdominal Pain Unit (APU) ist ein elektronisch unterstützter strukturierter Patientenpfad, der das Management von Patient*innen mit atraumatischen Bauchschmerzen in der Notaufnahme von der symptomatischen Vorstellung bis zur Diagnosestellung und eindeutigen Disposition (ambulant, stationär; Normal- oder Überwachungseinheit; Intervention oder OP) erlaubt. Der Pfad kann nachhaltig eingesetzt und verbreitet werden, wobei medizinischer und technischer Fortschritt in den Prozess und die elektronische Unterstützung („App“) kontinuierlich eingearbeitet werden.

Ein- und Ausschlusskriterien

Einschlusskriterien:

Volljährige Patient*innen mit atraumatischen Bauchschmerzen

Einwilligungsfähigkeit (selbst oder durch Betreuer)

Ausschlusskriterien:

Offensichtliches Trauma oder Unfall als Ursache der Bauchschmerzen

Endpunkte

Primäre Endpunkte:

Akuter Schmerz bei Verlassen der Notaufnahme, Patientenzufriedenheit, Dauer der Notaufnahmeversorgung.

Sekundäre Endpunkte:

Prozessevaluation, Qualitätsverbesserung, Gesundheitsökonomie